
Pflanzenhabitate sind kleine, lebendige Naturwelten im Glas, die verschiedene Pflanzen und natürliche Kreisläufe in einem eigenen Mikroklima vereinen. Von tropischen Mooslandschaften bis hin zu kleinen Dschungelwelten gibt es eine große Vielfalt an Pflanzenhabitaten bei mir im Atelier Grünzeug zu entdecken. Wer neugierig geworden ist, kann gerne im Atelier vorbeischauen – oder selbst kreativ werden bei einem Workshop rund um Pflanzenhabitate und Flaschengärten.

Wie funktioniert eine Hermetosphäre?
Geschlossene Pflanzenhabitate funktionieren wie ein kleines eigenes Ökosystem – auch Hermetosphäre genannt. Durch Wärme und Licht verdunstet die Feuchtigkeit aus Erde und Pflanzen und sammelt sich zeitweise als feiner Kondensfilm an den Glaswänden. Kühlt das Glas wieder etwas ab, tropft das Wasser zurück in das Substrat. So entsteht ein natürlicher Wasserkreislauf, der das Mikroklima im Glas stabil hält. Dauerhaft stark beschlagene Scheiben deuten meist auf zu viel Feuchtigkeit oder zu viel direkte Sonne hin, während leichtes Kondenswasser am Morgen oder nach warmen Tagen völlig normal ist.
Unterstützt wird dieses Gleichgewicht durch den speziellen Aufbau der Bodenschichten: Drainage-, Aktivkohle- und Substratschichten helfen dabei, überschüssige Feuchtigkeit zu regulieren und das Wasser von organischen Rückständen, Gerüchen und möglichen Schadstoffen zu filtern. Dadurch entsteht ein weitgehend stabiles kleines Ökosystem, in dem die Pflanzen über lange Zeit nahezu selbstständig wachsen können. Zusätzlich setze ich in fast allen Gläsern tropische Springschwänze ein, die organisches Material und kleine Schimmelansätze abbauen.

So bleibt dein Pflanzenhabitat lange schön
Damit euer Pflanzenhabitat lange schön bleibt, sollte es hell bis halbschattig stehen, jedoch nicht dauerhaft direkter Sonne ausgesetzt sein, da sich das Glas sonst schnell aufheizen kann. In den ersten Wochen am neuen Standort empfiehlt es sich, das Habitat etwas zu beobachten. Leichtes Kondenswasser am Morgen oder nach warmen Tagen ist völlig normal. Dauerhaft stark beschlagene Scheiben deuten dagegen meist auf zu viel Feuchtigkeit oder zu viel direkte Sonne hin. Sehr trockene Erde oder über längere Zeit fehlendes Kondenswasser können ein Hinweis darauf sein, dass sparsam nachgegossen werden sollte. Falls Wasser benötigt wird, bitte nur vorsichtig nachfeuchten – idealerweise mit Regenwasser oder entkalktem Wasser. In der Region Aachen ist das Leitungswasser meist bereits recht weich.

Die meisten Pflanzen können nach Geschmack problemlos mit einer möglichst scharfen Schere zurückgeschnitten werden. Auch die Innenwände des Glases dürfen alle paar Monate vorsichtig mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. So bleibt das Habitat klar, gesund und lebendig.
Jedes Habitat entwickelt sich mit der Zeit weiter – und wird so zu einem kleinen lebendigen Unikat.










